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InterRail Newsflash November 2018

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InterRail Usbekistan erweitert Produktportfolio

Das mit rund 33 Millionen Einwohner bevölkerungsreichste Land Zentralasiens bietet mit seiner Lage an der alten Seidenstrasse nicht nur eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten, sondern auch ein grosses ökonomisches Potential und ein über Jahre hinweg stabiles Wirtschaftswachstum. Vor allem aber auch die seit Ende 2016 begonnenen Reformen, zu denen ein entbürokratisierter Außenhandel, freie Entfaltungsmöglichkeiten für das Unternehmertum, gestärktes Privateigentum und ein verbesserter Rechtsrahmen für Geschäftstätigkeit gehören, ermöglichen die Erschliessung neuer Geschäftsfelder.

Das InterRail Team in Usbekistan nutzt dieses Wirtschaftsklima ebenfalls, um sein Dienstleistungsangebot kontinuierlich zu erweitern. Neben erfolgreichen Containerzugverbindungen bietet InterRail Usbekistan neu auch Transporte in Zisternenwagen innerhalb Zentralasiens an. Dieser neue Service wurde Dank einer Partnerschaft mit dem lokalen Konzern Classic Group möglich. Für den Transport von Transportölprodukten wurden langfristig, private Zisternen angemietet. Der erste Auftrag – ein Transport von 10.000 Tonnen Bitumen von Turkmenistan nach Usbekistan - wird bis Ende des laufenden Jahres abgewickelt.

Auch sonst entwickelt sich das Geschäft von InterRail Usbekistan gut, was am Beispiel des Containerzugservice ab Vostochny (Russland) nach Usbekistan deutlich wird. Der in Kooperation mit InterRail Russland im März d. J. eingeführte reguläre Service verzeichnet eine steigende Nachfrage und wurde deshalb bereits um einen weiteren (dritten) Ganzzug ergänzt, so dass zwischenzeitlich alle zehn Tage eine Abfahrt stattfinden kann.

Ein weiterer Erfolg für das InterRail Team in Usbekistan ist der Vertrag mit dem usbekisch-deutschen Joint Venture «JV MAN Auto-Uzbekistan LLC», das moderne MAN Nutzfahrzeuge herstellt. Die Abwicklung hat bereits begonnen: bis dato wurden mehr als 50 Container mit Teilen von Indien ins MAN Werk nach Samarkand transportiert – dies dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem indischen InterRail Team. Bis zum Jahresende sollen 100 Container abgefertigt werden.

InterRail mit neuer Niederlassung in New Delhi / Indien

Die indische InterRail Tochtergesellschaft hat im August eine Niederlassung in New Delhi eröffnet. Der Standort wird geleitet von Puja Dang. „Indien und die GUS sind Länder mit stark entwickelten Eisenbahnfrachtmärkten. Für die Kunden in beiden Regionen sind Transporte per Bahn eine größere Selbstverständlichkeit als hier in Europa. Daher haben uns sowohl geographische wie auch strategischen Gründe dazu bewogen, unser Netzwerk durch einen zusätzlichen Standort in Indien zu erweitern, denn das ermöglicht es uns, auch unsere Position in unseren anderen Kernmärkten zu festigen“, macht Hans Reinhard, Verwaltungsratspräsident der InterRail Holding AG, deutlich.

„In der Hauptstadt werden alle wichtigen mit der Bahn in Verbindung stehenden Entscheidungen getroffen. Um Delhi herum haben sich in den letzten Jahren auch wichtige Industriestandorte entwickelt. Ausserdem kooperieren wir seit längerem mit einer der führenden Speditionsfirmen in Delhi, die eine Tochtergesellschaft der zweitgrössten Umschlagsgesellschaft für diplomatische Fracht in Deutschland ist. Deren Team hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in diesem Bereich. Mit einem eigenen Büro in Delhi können wir von dieser Erfahrung unseres Kooperationspartners noch besser profitieren und unsere Verkaufsaktivitäten in der Region weiter ausdehnen“, so Vijay Narayan, Geschäftsführer der InterRail India Pvt. Ltd.

InterRail ist seit 2010 in Indien aktiv, davon die ersten drei Jahre mit einem Delegationsbüro. Anschliessend wurde der Standort in eine eigenständige, operative Landesgesellschaft umgewandelt. Für InterRail ist Indien deshalb schon seit Langem ein wichtiger und zukunftsorientierter Markt. Das Land, das Teil der sogenannten BRIC-Staaten ist, gehört zu den am schnellsten, wachsenden Märkten der Welt und ist ein wichtiger Handelspartner Russlands und der restlichen GUS. Zudem ist es ein wichtiger Knotenpunkt für Güterströme via China sowie russischer und nordeuropäischer Häfen. 

Mit seinen drei Standorten Ahmedabad, New Delhi und Mumbai verfügt InterRail über eine sehr gute geographische Positionierung entlang des von der indischen Regierung geplanten, neuen Frachtkorridors zwischen Navasheva (Mumbai) und New Delhi.

Zwei neue Mitarbeiter in Kasachstan

InterRail Kasachstan hat sein Team um eine neue Sales Managerin erweitert. Bekzat Madiyarova hat am 22. Oktober ihre Arbeit aufgenommen. Zu ihren Aufgaben zählen die Akquisition von Neukunden, die Betreuung von Key Accounts sowie gemeinsame Vertriebsaktivitäten mit anderen InterRail Töchtern. Dabei soll auch die weitere Vernetzung innerhalb der Unternehmensgruppe vorangetrieben werden.

InterRail Kazakhstan LLP
Astana-Karaganda Str. 45
office 2a, 1st floor
010000 Astana, Kazakhstan
Mobile: +7 701 031 7255
bekzat.madiyarovainterrailkz


Neu ist auch Azamat Suleimenov als Chief Delegate bei unserem Partner KTZ Express in Astana. Er folgt auf Alen Jangozin, der zurzeit im Ausland studiert. In der Funktion als Chief Delegate arbeitet Azamat Suleimenov eng mit unseren zuständigen KTZE Ansprechpartnern an gemeinsamen Projekten zusammen. Seine Aufgabe ist es, eine reibungslose Kommunikation zwischen InterRail und KTZE zu gewährleisten und die Kooperation weiter auszubauen und neues Geschäft zu generieren. Zu erreichen ist Azamat Suleimanov unter Mobile: +7 700 7000 171 und Email: azamat.suleimenovinterrailag

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Bekzat Madiyarova (links) und Azamat Suleimenov
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ELP Veranstaltung beleuchtet das Potenzial der eurasischen Landbrücke

Bei der vierten Veranstaltung der European Logistics Platform (ELP) des Jahres 2018 am 21. November in Brüssel, trafen sich rund 40 EU-Entscheidungsträger und Interessenvertreter aus der Industrie, um Erfahrungen von Unternehmen zu hören, die die eurasische Landbrücke nutzen, und um die Möglichkeiten zu diskutieren, die sich daraus ergeben.

Gastgeber der Veranstaltung war Wim van de Camp, Mitglied des europäischen Parlaments und dort unter anderem tätig im TRAN (Transport & Tourismus) Ausschuss. Er begrüsste die Teilnehmer und wies darauf hin, dass er als Mitglied der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China ein großes Interesse am BRI Projekt habe.

InterRail Europe wurde ebenfalls eingeladen, bei dieser Veranstaltung zu sprechen. Hendrik Wehlen, General Manager Sales and Operations, erläuterte die Perspektive aus Sicht eines intermodalen Operators und gab einen Einblick in die praktischen Fragen, denen InterRail gegenübersteht: beispielsweise die Notwendigkeit, die Entwicklung der eurasischen Landbrücke zu analysieren, im Hinblick auf Warenströme, Versender, Servicerisiken hinsichtlich Infrastruktur, Servicequalität, Preisgestaltung und der eventuellen Abschaffung der staatlichen Subventionen (Quelle: www.european-logistics-platform.eu/ Foto: ELP - Alexander Louvet).

Marktanalyse «Logistik-Dienstleistungen für die Neue Seidenstrasse»

Im Auftrag von InterRail und seiner Schwesterfirma M&M haben Studierende der FHS St. Gallen und der Universität Shanghai eine Marktanalyse zum Thema «Logistik-Dienstleistungen für die Neue Seidenstrasse» erstellt. Das Projektteam sammelte signifikante Daten über die vielversprechendsten Investitionsregionen entlang von sechs BRI-Korridoren und die Aufteilung der BRI Projekte. 

Bei dem Projekt Belt & Road Initiative (BRI), auch neue Seidenstraße genannt, investiert China massiv in den Auf- und Ausbau interkontinentaler Handels- und Infrastrukturnetze zwischen Europa, Asien und Afrika. Aktuell wird das Gesamtinvestitionsvolumen auf rund 1,1 Billionen US-Dollar geschätzt. Für den Handel entlang der neuen Seidenstraße bedeutet das vor allem eins: Wachstum. Und an diesem Wachstum kann auch die Logistikbranche teilhaben. Zum einen können sich Logistiker beispielsweise mit dem Transport von Maschinen oder Bauteilen an Infrastrukturprojekten beteiligen. Zum anderen profitieren sie nach dem Infrastrukturausbau von der Steigerung der Transportmengen. 

Ein zentrales Ergebnis der Analyse: Der Mittlere Osten ist die Region mit den höchsten Investitionen – 43 Prozent werden hier dank BRI unter anderem in die Entwicklung der Infrastruktur gesteckt. 23 Prozent werden in Südostasien investiert und 12 Prozent in Russland. Die meisten Projekte gelten dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur mit 59 Prozent. Die Energieinfrastruktur als zweitwichtigster Sektor umfasst 17 Prozent. Diesen beiden Bereichen kommen auch die höchsten Investitionsvolumen zu.

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Oleg Belozorov, CCTT Chairman und General Director - Chairman of the Board of Russian Railways JSC bei der Eröffnung des Meetings
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Oleg Belozorov, CCTT Chairman und General Director - Chairman of the Board of Russian Railways JSC überreicht Hans Reinhard, Chairman der InterRail Gruppe, Vice Chairman des CCTT und Präsident der GETO, den Dank des CCTT für die Unterstützung und aktive Teilnahme

CCTT Meeting in Sotchi / Russland

Unter den mehr als 200 Teilnehmern an der diesjährigen 27. Plenartagung des Internationalen Koordinationsrates (CCTT: International Council on Transsiberian Transportation) am 3. und 4. Oktober in Sotchi (Russland) war auch InterRail wieder mit Delegierten vertreten. Hans Reinhard, Chairman der InterRail Gruppe und zugleich Vice Chairman des CCTT und Präsident der GETO (Group of European TransEurasia Operators and Forwarders), nahm die Gelegenheit wahr, in seiner Rede nicht nur Lob zu spenden sondern auch kritische Töne anzuschlagen.  

„Es gibt aktuell Entwicklungen, die mich zum Nachdenken bringen, die mich sogar beunruhigen - Entwicklungen, denen wir uns gemeinsam stellen müssen“. Im Anschluss an diese Worte fasste er diverse negative Entwicklungen im Blockzugverkehr zwischen China und Europa zusammen. 

Denn auch wenn die Wachstumsprognosen für 2018 im Hinblick auf abgefertigte Blockzüge bzw. TEU nach wie vor vielversprechend sind, so gibt es gravierende Hindernisse, die die Stabilität dieser Verkehre in Zukunft gefährden werden bzw. aktuell bereits gefährden. 

In seinen Ausführungen wies Reinhard darauf hin, dass derzeit nationale GUS Bahnen von politischen Umständen profitieren, um mit nicht marktkonformen Raten und Bedingungen bestehende Zugverbindungen anzugreifen. Damit werden systematisch kleine und mittlere Betreiber vom Markt verdrängt, obwohl dies zu Qualitätsverlust führt und Koordinierungsprobleme in Europa verursacht. Ein Quasi-Monopolismus mit all seinen negativen Folgen ist damit vorprogrammiert.

Ein weiteres, akutes Problem ist die finanzielle Schieflage, in der sich verschiedene Operateure befinden, da chinesischen Plattformen weiterhin, wenn nicht sogar noch vermehrt, die Zwischenfinanzierung der Zugabwicklungen zwischen der chinesischen Aussengrenze und der europäischen Destination auf die Operateure verlagern. Neben Qualitätseinbussen führt das auch dazu, dass sich die Operateure nicht mehr auf die dringend notwendigen Investments im Infrastrukturbereich konzentrieren können. 

Ein weiteres, bereits seit längerem bekanntes Problem sind die infrastrukturellen Mängel. Das europäische Schienennetz ist überlastet, insbesondere die Grenzübergänge sind problematisch. Vor allem in Deutschland sind die Züge im Netz zeitlich viel enger aufeinander abgestimmt, und es gibt eine viel größere Vielfalt an Gütern, was die Abfertigungen verzögert und verkompliziert. 

Noch grösser ist die Problematik an der weissrussisch-polnischen Grenze in Malaszewicze. Angesichts des rasant steigenden Transportaufkommens vor allem im Westbound Verkehr ist diese multiterminale Grenzstation an der EU-Außengrenze bereits voll ausgelastet. Obwohl die Grenzinfrastruktur vor einigen Jahren mit EU-Mitteln modernisiert wurde, sind die Anlagen nicht auf das enorme Wachstum von Containerzügen aus China ausgelegt, die derzeit registriert werden. Im März d. J. wurde mit neuen, weiteren Modernisierungsmassnahmen begonnen, die jedoch gleichzeitig vorübergehend die Umschlagskapazität reduzieren. Alternative Routen über Kaliningrad oder Litauen werden derzeit geprüft. Eine Umsetzung solcher Pläne bedarf aber politischer Einflussnahme und entsprechender Investitionen, um früher oder später die Kapazitäten von Malaszewicze erreichen können.

In Deutschland würde es schon helfen, wenn das 740-Meter-Netzwerk zeitnah umgesetzt würde. Dann müssten die Züge z.B. aus Polen nicht an den Grenzen aufgeteilt werden. Längere Güterzüge bringen allen einen erheblichen Nutzen, die Transporte sind effizienter und billiger. Der reduzierte Aufwand an den Grenzübergängen spart Zeit und minimiert das Risiko von Verzögerungen oder Ausfallzeiten.

Zusammenfassend appellierte Reinhard erneut an die Teilnehmer der Tagung, sich um mehr Koordination und Zusammenarbeit zwischen den europäischen Akteuren und den chinesischen Plattformen zu bemühen. Statt Monopolismus zu fördern, sollte es der Wunsch aller am Eisenbahnverkehr zwischen Europa und Asien beteiligter Unternehmen sein, für mehr Transparenz und Marktvielfalt zu sorgen. 

GETO als neutrale Interessengemeinschaft ist bereit, als Netzwerkbildner und Partner für politische Organisationen, kommerzielle Strukturen und mediale Multiplikatoren im Bereich Verkehrsträger, Spedition, Operations und Mehrwertdienstleistungen auf diesem Korridor zu fungieren. „Nur gemeinsam können wir Lösungen schaffen, die dem heutigen schnellen Wachstum gerecht werden.“, so Hans Reinhard abschliessend.

Transit Kazakhstan 2018

Vom 18. bis 20. September war InterRail wieder mit einem Stand an der Transit Kazakhstan in Almaty vertreten. Knapp 100 Unternehmen aus Ländern wie Kasachstan, Russland, China, Litauen und Estland nahmen an der diesjährigen Messe teil.

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InterRail an der China International Logistics & Transport Fair in Shenzhen

Im Rahmen der CILF, die vom 11. bis 13. Oktober in Shenzhen stattfand, veranstaltete die Logistics Alliance Germany ein Forum mit rund 50 Teilnehmern. Deutsche Logistikexperten gaben Einblick in aktuelle Entwicklungen in den Bereichen  „urbanlogistics“, „newsilkroad“, „smart seaports“ und „smart airports“. Als Redner mit dabei war auch Hendrik Wehlen, General Manager Sales und Operations der InterRail Europe GmbH.

GTAI-Webinar "Chinas neue Seidenstraße - Was bringen die neuen Logistikrouten?"

Germany Trade & Invest, die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing, führte am 19. September ein Webinar zum Thema "Chinas neue Seidenstraße - Was bringen die neuen Logistikrouten?". Hendrik Wehlen, General Manager Sales & Operations, InterRail Europe GmbH (Frankfurt/Deutschland), war als einer von drei Praxisexperten eingeladen, um den Teilnehmer des Webinar zu erläutern, welche neuen Transportmöglichkeiten und Logistiklösungen durch die neue Seidenstrasse entstehen und wie deutsche Unternehmen davon profitieren können. Mehr zur GTAI: https://www.gtai.de/