Zum Inhalt springen

InterRail Newsflash Juni 2019

Neues aus der InterRail Gruppe

InterRail Management Meeting 2019: Starker Fokus auf die Strategie

Am 2. und 3. Juni trafen sich die InterRail Geschäftsführer und der Verwaltungsrat in München zum jährlichen InterRail Management Meeting.

Wie immer war eines der wichtigsten Ziele der Veranstaltung, die persönlichen Beziehungen unter den Manager/innen zu stärken. Deshalb gab es neben intensiven Konferenztagen auch diesmal wieder Zeit für aktives Teambuilding.

Inhaltlich wurden die knapp 25 Teilnehmer/innen zunächst über die Finanzzahlen des letzten Geschäftsjahres und Neuigkeiten aus der TransInvest Gruppe informiert. Ein eindringlicher Appell erging durch Hans Reinhard, Chairman der InterRail Holding AG, in Bezug auf die Strategie der InterRail Gruppe. Er machte erneut deutlich, dass die strategische wie auch geografische Ausrichtung klar definiert ist und es für den Erfolg aller Gesellschaften notwendig sei, sich gemeinsam in die gleiche Richtung zu bewegen. Er betonte ausserdem, dass die Mitarbeiter/innen das wichtigste Kapital darstellen und Innovation, Unternehmergeist und Teamspirit Grundkriterien bei der Auswahl des Personals darstellen sollten. Dazu sei es gleichzeitig notwendig, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, der faire Einkommenspakete sowie Kompetenzen und Transparenz bietet.

Im weiteren Verlauf erhielten die Teilnehmer ausserdem interessante Informationen zur gruppeneigenen Transportversicherung sowie zu den Themen Controlling und Qualitätsmanagement.

Ort und Datum des Management Meetings wurden bewusst gewählt, da InterRail in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf der transport logistic 2019 vertreten war, die direkt im Anschluss an das Meeting am Dienstag, 4. Juni startete. Damit hatten alle Teilnehmer/innen Gelegenheit, die Messe zu besuchen und am Stand der InterRail Kontakte mit bestehenden und potenziellen Kunden und Partnern zu knüpfen.

transport logistic 2019

Vom 4. bis 7. Juni 2019 fand in München die größte Logistikmesse der Welt mit neuen Rekordwerten statt. In diesem Jahr war die InterRail Gruppe erstmals mit einem eigenen Stand vertreten. Auf 80 Quadratmetern präsentierte sie sich als kompetenter Bahnspezialist und neutraler Operateur für Europa-GUS-Zentralasien-China Verkehre.

Insgesamt präsentierten sich auf der diesjährigen Messe 2.374 Aussteller aus 63 Ländern, ein Plus von 10 Prozent (2017: 2.162). Die Zunahme chinesischer Aussteller macht deutlich, dass man sich im Zuge der Belt and Road Initiative verstärkt nach Kooperationspartnern in Europa umsieht. Es reisten rund 64.000 Besucher aus 125 Ländern an, ein Plus von 5 Prozent (2017: 60.726). Aus dem Ausland kamen etwa 30.000 Besucher. Die Messe erstreckte sich auf zehn Hallen und ein Freigelände, insgesamt 125.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die Top-Ten-Ausstellerländer nach Deutschland waren: Niederlande, Italien, Belgien, Frankreich, Polen, China, Österreich, Spanien, Großbritannien und die Tschechische Republik. 25 internationale Gemeinschaftsstände waren vor Ort, neu dabei Sri Lanka, Rumänien, Litauen, Polen und die Türkei.

   
Wir haben bei zwei Kollegen nachgefragt:

“Mein Gesamteindruck der Messe war sehr gut, sie ist wirklich riesig und alle wichtigen Akteure unserer Branche waren vertreten. Ich denke, dass die Veranstaltung insbesondere für unsere europäische, russischen und chinesischen Kollegen sehr hilfreich und wichtig war, da diese Tradelane ein stark diskutiertes Thema der Messe war», Dilshod Souleymanov, Chief Representative InterRail Delegation Usbekistan.
 
Der Eindruck von Igor Zhigora, Global Sales and BDV Director, InterRail Service, LLC, Moskau:

1.    Sehr gute Organisation, 2. Sehr gute Lage und Aufteilung des Standes, 3. Sehr komfortable Atmosphäre und Einrichtung für Besucher und InterRail Messeteam, 4. Ausreichend Sitzgelegenheiten und Arbeitsfläche für Verhandlungen, 5. Sehr informative und qualitativ hochwertige POS-Materialien, 6. Sehr gutes InterRail-Branding am Stand, 7. Besuch vieler russische Frachteigner und Spediteure; mehr Arbeitskontakte als auf der TransRussia, 8. Gute Qualität des Cateringservice

Neuer Westbound Ganzzugservice

Pünktlich zur transport logistic hat InterRail sein Portfolio um eine neue Ganzzugverbindung erweitert. Seit Juni 2019 können Container in westlicher Richtung von Changsha nach Malaszewicze, Duisburg oder Hamburg gebucht werden. Bitte wenden Sie sich an unser europäisches oder chinesisches Verkaufsteam, um Informationen zu Cut-Off-Zeiten und Bedingungen zu erhalten.

Europäisches Verkaufsteam: ireuinterrailag

Chinesisches Verkaufsteam: info.cninterrailag

 

 

blocktrain-service.jpg
Neues von den Eisenbahnen & Branchen-News

Wenn ein Container auf Reisen geht

Die NBank-Beteiligung «4PL Intermodal» aus Rotenburg/Wümme will Containern mit IMSLOT zur Last Minute Reise verhelfen. Das Unternehmen bietet eine auf dem europäischen Markt einmalige neutrale B2B-Vermittlungsplattform namens IMSLOT an. Es werden den Vertragspartnern, die eine Transportgelegenheit benötigen, freie Kapazitäten bei ihren Dienstleistern offeriert. Die angebotene Kommunikationsplattform soll von Unternehmen genutzt werden, die sich bisher nur als Wettbewerber verstanden haben und nicht miteinander kommunizierten. Die webbasierte Plattform wertet alle für den Transport von Containern relevanten Informationen aus. Digitale Terminpläne, Lagerkapazitäten oder Verfügbarkeit von Verkehrsträgern wie LKW, Zug oder Schiff werden zusammengetragen und optimieren den Transport von Gütern.

Carsten Pottharst, Geschäftsführer InterRail Europe GmbH, Frankfurt/Main: „Unser Kernmarkt ist die Verknüpfung Chinas über die Seidenstraße nach Russland und Europa. Komplexe Transportanfragen unserer Kunden auf Entfernungen über 10.000 Kilometer mit einhergehender operativer Exzellenz sind unsere tägliche Herausforderung. IMSLOT ist ein Bestandteil unserer Digitalisierungsstrategie 2019.“

Die 4PL Intermodal GmbH ist ein im Jahr 2018 gegründetes Software Start-Up Unternehmen mit dem Fokus auf die neutrale weltweite Vernetzung der im kombinierten Güterverkehr beteiligten Transporteure und ihrer Kunden. Die NBank, die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, ist mit 25 Prozent beteiligt. Weitere Informationen unter www.4pl-intermodal.com

Die 4PL Intermodal GmbH präsentierte sich ebenfalls auf der Logistikleitmesse „transport logistic“ in München. Dort war das Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft vertreten und präsentiert seine Logistikerfindung.

(Quelle: 4PL-Intermodal GmbH)

4PL.jpg
(Auf dem Foto von links) Carsten Pottharst (Geschäftsführer InterRail Europe GmbH), Frank Neumann (Geschäftsleitung 4PL-Intermodal GmbH) Staatssekretär Dr. Lindner, Bernd Decker (Geschäftsführer ERS Railways), Nils-Olaf Klabunde, Geschäftsleitung 4PL-Intermodal GmbH

Die GETO positioniert sich neu

Die GETO, (Group of European TransEurasia Operators and Forwarders) hat ihren Mitgliedern auf der letzten Generalversammlung vom 24. Mai in Frankfurt ein Positionspapier vorgestellt, das der Vorstand im vergangenen Herbst erarbeitet hat. Demnach will sich die GETO noch stärker als ein neutraler Interessenvertreter und Ansprechpartner in Europa für Unternehmen positionieren, welche eine garantierte Transportdienstleistung im intermodalen Verkehr zwischen Europa und Asien anbieten.

„Wir können den Markt nicht einigen wenigen Monopolen überlassen. Statt Monopolismus zu fördern, sollte es der Wunsch aller am Eisenbahnverkehr zwischen Europa und Asien beteiligter Unternehmen sein, für mehr Transparenz und Marktvielfalt zu sorgen“, unterstrich Hans Reinhard, bisheriger Präsident der GETO, in Frankfurt.

Die GETO hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, sich noch stärker für die Entwicklung bestehender und zukünftiger Verkehre einzusetzen, d.h. unter anderem für mehr intermodale Lösungen für Europa und eine Entzerrung der bestehenden Korridorverkehre in Europa sowie weiterer multimodaler Angebote und Anbindungen zwischen Asien und Nord-, Mittel- und Westeuropa.

Zudem will die GETO sich zukünftig noch stärker als Netzwerkbildner und Partner für politische Organisationen und mediale Multiplikatoren engagieren und sieht sich selbst als Plattform für Erfahrungs-, Ideen- und Kontaktaustausch für ihre Mitglieder sowie andere in diesem Bereich tätigen Interessensvertretungen.

Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung wurde Harm Sievers, Vorstandsmitglied der GETO und Geschäftsführer des GETO Mitgliedsunternehmens, der Fährhafen Sassnitz GmbH, als neuer Präsident der Vereinigung gewählt. Hans Reinhard, der diese Position die letzten sechs Jahre innehatte, trat aus zeitlichen Gründen zurück, wird der GETO aber weiterhin beratend zur Verfügung stehen.

GETO.jpg
Harm Sievers (links) und Hans Reinhard am 24. Mai in Frankfurt anlässlich der jährlichen GETO Generalversammlung

One Million Club

Die “United Transport and Logistics Company – Eurasian Rail Alliance” (JSC UTLC ERA) hat den „ONE MILLION CLUB“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative verfolgt UTLC das ehrgeizige Ziel, einer Erhöhung der Transitcontainer durch Kasachstan auf eine Million TEU pro Jahr.

Im Vergleich dazu die Zahlen von 2018
Gemäss des von UTLC entwickelten Eurasien Rail Alliance Index (ERAI) wurden die im Jahr 2018 beförderten Mengen auf der Schiene zwischen China und Europa auf 370.000 TEU beziffert, was einen Anstieg um 35% im Vergleich zu 2017 bedeutet. Laut den Zahlen wurden etwa 75% des gesamten Verkehrsaufkommens über Kasachstan geleitet, wobei das Bruttotransitvolumen im Vergleich zu 2017 um 59 % stieg. Dies sei auf die Zunahme der Anzahl der Züge von 2167 auf 3384 und einer Zunahme der durchschnittlichen Anzahl Waggons pro Zug zurückzuführen. (http://index.1520.com ).

Herausforderndes Ziel

Das Ziel der einen Million TEU will man zum einen durch Digitalisierung und Optimierung des Güterverkehrs auf der Breitspur (1520mm) und durch die Steigerung des Aufkommens auf den Strecken China - Europa - China erreichen.

Da das Transitpotential von Kasachstan für das gesetzte Ziel von entscheidender Bedeutung ist, realisieren UTLC ERA und Kazakhstan Railways derzeit einen umfassenden Plan für den Ausbau des Transits im 1520-mm-Netz durch Optimierung der Laufleistung, der Transportplanung und einer koordinierten Tarifpolitik.  Für 2019 plant das Unternehmen, die durchschnittliche tägliche Distanz der Züge von 1.020 km auf 1.073 km zu erhöhen. Für den Kunden bedeutet dies, dass die Fracht noch schneller ans Ziel gelangt.

Die Idee dahinter
Der ONE MILLION CLUB soll ähnlich den antiken Karawansereien - jenen Orten entlang der Seidenstrasse, die Geschäftsleute, Philosophen und Botschafter in früherer Zeit als Herberge auf ihren langen Reisen dienten - eine Plattform werden, auf der sich Unternehmen aus Europa und China zusammenschliessen, um Ideen + Meinungen auszutauschen und gemeinsam das Ziel der einen Million TEU erreichen können.

One_million_2.jpg
(von links) Alexey Grom (CEO UTLC) und Hans Reinhard auf der transport logistic in München bei der Übergabe der «one millon club» member card für InterRail

Arche Noah auf Schienen

"Noah‘s Train" - benannt nach dem biblischen Noah, der Tiere vor der Sintflut rettete – macht Werbung für Bahnfracht. Der Zug, der als das längste Kunstwerk der Welt betitelt wird, reist seit dem Klimagipfel in Katowice, Polen, Mitte Dezember, durch Europa. Bekannte Street Art Künstler in den europäischen Großstädten, in denen der Zug hält, bemalen die ursprünglich hellgrünen Container. Das Ziel namhafter europäischer Eisenbahnen und Bahnfracht-Spezialisten: zum Schutz der Umwelt bis zum Jahr 2030 den derzeitigen Anteil an Bahnfracht von 18 Prozent auf 30 Prozent zu erhöhen.

Schöne Bilder der Kunst auf den Waggons dazu findet man hier: https://www.railway-technology.com/features/noah-s-train-pictures/

 

 

Aserbaidschan und Russland bündeln ihre Kräfte auf der eurasischen Route

Gemäss Medienberichten haben die RZD und die Aserbaidschanische Eisenbahn eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um eine umfassende Zusammenarbeit im Eisenbahnsektor zu entwickeln. Insbesondere werden die Partner gemeinsame Aktivitäten durchführen, die zum Wachstum des Güterverkehrs auf den Strecken Iran - Aserbaidschan - Russland - Europa beitragen sollen. Die beiden Bahnen einigten sich auch darauf, zusätzliche Fracht für Containerzüge entlang des eurasischen Nord-Süd-Korridors sowie zwischen Aserbaidschan und China auf dem Transitweg durch Russland zu gewinnen. Um die Transitzeiten zu verkürzen, ist auch eine Straffung der Grenz- und Zollverfahren geplant. (Quelle: www.rzd.ru, www.ady.az)

China - Europa: Transitland Weißrussland

Belarus ist ein wichtiges Transitland für den Schienengüterverkehr von China nach Europa. Dies war Thema eines Fachforums unter dem Titel „Aus Europa nach China auf der neuen Seidenstraße“, zu dem die Belarussische Eisenbahn am 25. April nach Frankfurt am Main eingeladen hatte. Auf der Konferenz trafen die Marktführer des Eisenbahnverkehrs zwischen Europa und China mit Repräsentanten von Häfen und Logistikterminals zusammen. Vertreter aus Belarus, Deutschland, Russland, Lettland, Polen, Kasachstan, der Tschechischen Republik, den Niederlanden und China erörterten dabei den Ausbau von Containertransporten.

Heute existieren schon drei Bahnübergänge an der belarussisch-polnischen Grenze, ein vierter Übergang beim Ort Wysoko-Litowsk wird gerade modernisiert. Mit diesen und weiteren Maßnahmen soll es möglich werden, die bis 2025 prognostizierte Verdreifachung der Containermenge auf bis zu 500.000 Containereinheiten (TEU) zu bewältigen, wie der erste Stellvertretende Leiter der belarussischen Eisenbahn Igor Schilow erläuterte. 2018 wurden über Belarus rund 162.000 TEU transportiert. Bei der Konferenz ging es auch darum, wie Belarus für den BRI-Verkehr vom reinen Transitland zum Logistikdienstleister wechseln kann. Die Freihandelszone in Brest und der Great Stone Industrial Park in der Nähe von Minsk wurden als hervorragende erste Schritte in Richtung dieser Entwicklung hervorgehoben

(Mehr: www.minsk-berlin.com/neuigkeiten, www.oaoev.de/de/im-transit-durch-belarus )