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InterRail Newsflash März 2019

Neues aus der InterRail Gruppe

InterRail Zugservice von und nach Usbekistan hat sich etabliert

Nach zwölf Monaten kann InterRail eine positive Zwischenbilanz ziehen: Der Bahnservice ab dem russischen Hafen Nakhodka-Vostochny nach Usbekistan und vice versa, der im März 2018 startete, verzeichnet eine wachsende Nachfrage und hat damit die Testphase erfolgreich hinter sich. Die Verbindung wurde bereits um einen weiteren (dritten) Ganzzug ergänzt, so dass zwischenzeitlich alle zehn Tage in beide Richtungen eine Abfahrt stattfinden kann. Die Transitzeit beträgt 11-12 Tage.

Bei dem angebotenen Service arbeitet die InterRail Russland eng mit den usbekischen Kollegen zusammen und organisiert das Anmieten der Waggons, das Hafenhandling, die Frachtzahlung und das Zusammenstellen der Blockzüge.

Die Nachfrage für diesen Zugservice kommt verstärkt aus dem asiatischen Raum, d.h. aus Südkorea, China, Japan, Malaysia, Vietnam und Indonesien. Dank enger Kooperationen mit grossen Reedereien kann der Service sowohl für SOC als auch COC von und zu jedem Hafen der Welt angeboten werden. Beim Import nach Usbekistan handelt es sich unter anderem um Equipment für Automobilhersteller, Autoersatzteile, Haushaltsgeräte, Harze, u.v.m. Exportiert werden Baumwollgarne und -halbstoffe, Textilien, Kupfer, Zellulose, Düngemittel, etc.

Dank langjährigen Partnerschaften und guten Kooperationen mit den ausgewählten Bahnen konnte InterRail in den letzten Jahren erfolgreiche neue Produkte einführen und neue Routen etablieren. Heute konzentriert sich InterRail insbesondere auf Verkehre zwischen China – Europa/China-GUS, Russland, Indien sowie auf den gesamten zentralasiatischen Korridor und ist an allen kritischen Schnittstellen mit eigenen Mitarbeitenden vor Ort.

International vertreten

InterRail wird auch in diesem Jahr wieder an der TransRussia in Moskau teilnehmen. Sie findet vom 15. – 17. April im Crocus Expo Center, Pavilion 1 statt. Besuchen Sie uns an unserem Stand Nr. A211 in Pavilion 1.1. transrussia.german-pavilion.com/en/home/

Neu wird InterRail auch mit einem eigenen Stand an der transport logistic in München vertreten sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Stand 106 in Halle B5 zwischen 4. und 7. Juni 2019.

Le Dragon de Fer

Ende 2017 wurde InterRail von einer gemeinnützigen TV-Produktionsfirma betreffend einer Coproduktion der beiden TV Sender CGTN und SFR kontaktiert. Thema der Fernsehdokumentation: die längste Zugstrecke der Welt. Alles in allem war das Filmprojekt eine grosse Herausforderung für unsere Kollegen, die aber Dank ihrer guten Kontakte zu lokalen Behörden, den Eisenbahnen, u.ä. einen fantastischen Job gemacht haben. Die gebotene Unterstützung war vielfältig, ob das nun ein offizielles Schreiben in der jeweiligen Landessprache für eine Dreh-Genehmigung, die Organisation eines Fahrzeugs mit Chauffeur, die Bereitstellung eines Übersetzers oder eine genaue Terminkoordination für das Filmen des Zuges beim Eintreffen an einem bestimmten Ort auf der Strecke war.

Entstanden ist „Le Dragon de Fer“, ein 52-minütiger Dokumentarfilm, der von CGTN und SFR gemeinsam produziert wurde. Eine Filmcrew folgte der Strecke eines solchen Zuges und dokumentiert mit eindrucksvollen Bildern und interessanten Stories diese derzeit längste Zugstrecke der Welt. Der Film zeigt Landschaften und Kulturen acht eurasischer Länder entlang der Seidenstrasse des 21. Jahrhunderts und porträtiert die unterschiedlichsten Akteure auf dieser spannenden Reise. Er wirft dabei einen Blick auf die wirtschaftlichen Chancen, die die Belt and Road Initiative (BRI) mit sich bringt, zeigt aber auch den menschlichen Aspekt und regt zum Denken an.

Nachfolgend weitere Ausstrahlungstermine:

  • TV5 Europe: 4. April 2019
  • TV5 France-Belgium-Switzerland: 4. April, zwei Wiederholungen am 11. April 2019
  • TV5 EMEA: 13 April und Wiederholung am 18. April 2019
  • TV5 USA: 19 April 2019
  • TV5 Latin America: 19. April 2019
  • TV5 Africa: 21. April 2019

Neues von den Eisenbahnen & Branchennews

Hochgeschwindigkeitskorridor von Europa nach Asien

Gemäss Medienberichten haben China und Russland ihre Absicht bekräftigt, ihre Zusammenarbeit im Schienengüterverkehr auszubauen. Eine Priorität wird darin bestehen, eine Hochgeschwindigkeitsverbindung von Moskau nach Kasan (Russland) zu schaffen, eine Schlüsselkomponente des eurasischen Hochgeschwindigkeitskorridors, der von Moskau nach Peking (China) führt. Die Länder wollen auch die Digitalisierung der Verkehrsprozesse forcieren und ihre Prozesse an den Grenzübergängen synchronisieren. Gemäss den von RZD veröffentlichten Zahlen, stieg das Schienenfrachtvolumen über die chinesisch-russischen Grenzübergänge im Jahr 2018 um 1 Mio. t auf 72,5 Mio. t. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Container befördert, ein Drittel mehr als 2017.

80% intermodale Güterzüge auf der Rail Baltica Strecke erwartet

Laut dem von RB Rail veröffentlichten Betriebsplan für den Zeitraum 2026-2056, sollen künftig 2-3 Güterzüge pro Stunde mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 km / h auf der Strecke Rail Baltica verkehren. Die geschätzte Achslast der Züge beträgt 25 Tonnen und die Länge der Züge 1050 m. Um den Güterverkehr auf der Linie zu erleichtern, werden drei große multimodale Terminals entwickelt: in Muuga (Estland), Salaspils (Lettland) und Palemonas (Litauen). Es wird erwartet, dass 80% der Güterzüge auf Rail Baltica intermodale Züge sein werden. Dies ermöglicht es Logistikbetreibern, die Fracht von der Straße auf die Schiene zu verlagern, indem sie Container und Lastwagen auf Wagen setzen. Es wird eine erhebliche Verringerung der Luftverschmutzung und des Verkehrsaufkommens sowie eine Verbesserung der Gesamtsicherheit im Straßenverkehr erwartet. (www.railbaltica.org)

Aserbaidschan kündigt Modernisierung der Nord-Süd-Route an

Gemäss Medienberichten hat die nationale Eisenbahngesellschaft Aserbaidschans (ADY) einen Plan zur Modernisierung der 167 km langen Strecke zwischen Sumqayit, 30 km nördlich von Baku, und Yalama an der russischen Grenze angekündigt. Das Projekt soll die Entwicklung des Nord-Süd-Korridors unterstützen. Geplant ist die Modernisierung der Signal- und Elektrifizierungsausrüstung, die Erhöhung der Leitgeschwindigkeit auf 140 km / h, die Modernisierung bzw. Erneuerung von 157 Brücken sowie die Reduzierung der Anzahl der Stationen von 21 auf 16.

75% der eurasischen Waren liefen über Kasachstan

Die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs auf der Spurweite von 1.520 mm verbesserte sich aufgrund der Senkung der Transportkosten und der Verkürzung der Lieferzeiten im Laufe des Jahres 2018 gemäß dem von UTLC entwickelten „Eurasian Rail Alliance Index“ (ERAI). Die veröffentlichten Zahlen besagen, dass im Jahr 2018 370.000 TEU auf der Schiene zwischen China und Europa befördert wurden, was einen Anstieg um 35% im Vergleich zu 2017 bedeutet. Etwa 75% des gesamten Verkehrsaufkommens wurden über Kasachstan geleitet, wobei das Bruttotransitvolumen im Vergleich zu 2017 um 59% stieg. Dies sei auf die Zunahme der Anzahl der Züge von 2167 auf 3384 und einer Zunahme der durchschnittlichen Anzahl der Waggons pro Zug zurückzuführen.

Mehr dazu auf: http://index1520.com